Bei einem Waschtischunterschrank reicht die Angabe „60, 80 oder 120 cm“ für eine Projektfreigabe nicht aus. Nennbreite, tatsächliches Schrankmaß, Waschtisch oder Platte, Wandabstand und benötigte Bewegungsfläche können voneinander abweichen. Für Hotel, Wohnungsbau und Handel sollten deshalb Produktzeichnung, Sanitärplanung und Einbausituation vor Muster- oder Bestellfreigabe zusammengeführt werden.
Nennbreite und tatsächliches Außenmaß trennen
Breitenangaben dienen häufig der Sortierung einer Produktfamilie. Verbindlich ist erst das Außenmaß des ausgewählten Modells. Prüfen Sie Schrank, Platte und Becken getrennt: Eine Platte kann seitlich überstehen, ein Aufsatzbecken verändert die Gesamthöhe und ein integrierter Waschtisch kann andere Anschlussachsen verlangen. In der Freigabezeichnung sollten W × D × H, Toleranzen und die Lage der Ausschnitte eindeutig benannt sein.
| Prüfpunkt | Benötigte Angabe |
|---|---|
| Breite | Schrankaußenmaß, Platte, seitliche Fugen und Wandtoleranz |
| Tiefe | Gesamtausladung, Becken, Armatur und geöffnete Front |
| Höhe | Schrank, Platte, Becken und fertige Nutzungshöhe |
| Innenraum | Schubladen-Nutzmaß, Siphonausschnitt und Servicezugang |
| Befestigung | Wandaufbau, Verstärkung, Beschläge und Montagepunkte |
60, 80 und 120 cm nach Nutzung vergleichen
Ein schmaleres Modell kann bei begrenzter Wandfläche sinnvoll sein; ein breiteres Modell schafft nicht automatisch mehr nutzbaren Stauraum. Beckenbreite, Schubladenaufteilung und Siphonausschnitt bestimmen, was tatsächlich nutzbar bleibt. Bei 120-cm-Lösungen ist zusätzlich zu klären, ob ein oder zwei Becken vorgesehen sind und wie Armaturen, Spiegel und Leuchten auf den Achsen koordiniert werden.
Tiefe und Öffnungsbereich mitplanen
Die Tiefe beeinflusst Laufwege und Türbewegungen. Neben dem geschlossenen Außenmaß ist der Raum vor einer vollständig geöffneten Schublade oder Tür zu prüfen. In kleinen Bädern sollten auch Zimmertür, Duschabtrennung, Heizkörper und WC in der Grundrissprüfung erscheinen. Ein „kompaktes“ Modell ist nur geeignet, wenn Becken, Armatur und Anschlüsse in der reduzierten Tiefe funktionieren.
Montagehöhe als fertige Höhe definieren
Bei wandhängenden Modellen lässt sich die Position projektbezogen festlegen. Maßgeblich ist jedoch nicht die Unterkante des Schranks, sondern die fertige Höhe einschließlich Platte und Becken. Anforderungen an Barrierefreiheit oder bestimmte Nutzergruppen müssen der zuständige Planer und die Projektbeteiligten anhand der anwendbaren Vorgaben festlegen; allgemeine Tabellen ersetzen diese Prüfung nicht.
Checkliste vor der Freigabe
- Fertige Wand- und Bodenmaße sowie Toleranzen aufnehmen.
- Modellbezogene Außen-, Innen- und Anschlusszeichnung anfordern.
- Waschtisch, Becken, Armatur, Ablauf und Überlauf dem Lieferumfang zuordnen.
- Schubladen, Türen, Siphon und Wartungszugang auf Kollisionen prüfen.
- Wandaufbau, Verstärkung und Befestigung durch Planung und Montage freigeben.
- Freigegebene Zeichnungsrevision in Angebot und Bestellung nennen.
Häufige Fragen
Welche Waschtischunterschrank-Breite ist üblich?
Der Markt bietet viele Nennbreiten; die richtige Auswahl hängt von Wandmaß, Nutzung, Becken, Stauraum und Bewegungsfläche ab. Für die Bestellung zählt das konkrete Außenmaß des Modells.
Wie tief sollte ein Waschtischunterschrank sein?
Eine einzelne Idealzahl gibt es nicht. Prüfen Sie Außenmaß, nutzbare Beckentiefe, Armatur, Anschlüsse und den Öffnungsbereich im Projektgrundriss.
Vergleichen Sie freigegebene Modelle unter Waschtischunterschränke. Zeichnungen, Mengen und Zielmarkt können Sie über die deutsche Angebotsanfrage übermitteln.
